Montag, 29. April 2013

Wenn der Dr. ausnahmsweise mal ein Dr. med. ist...

...dann bedeutet das, dass ich im Wartezimmer des CERN Medical Service sitze um mich komplett mit Bluttest und Urintest durchchecken zu lassen mit dem Ziel, in den Besitz eines eigenen Dosimeters zu kommen. Nicht, dass ich dann nach diversen Besucher-Führungen, die ich veranstalten will, und anlässlich derer ich in "supervised" oder sogar "controlled radioactive areas" kommen werde, drei Ohren habe und CERN deshalb Ärger bekommen kann! Also lieber vorher schriftlich festhalten, dass meine beiden Augen mit Kontaktlinsen noch ganz gut gucken können, wieviel ich wiege und wie groß ich bin.

Bezeichnend für unsere Wissenschaftlergemeinde ist vielleicht auch, dass sich die Aushänge im Wartezimmer fast ausschließlich um gesunde Lebensmittel drehen. Man wird, sofern des Französischen mächtig, über die Ernährungspyramide aufgeklärt und es wird mit dem Gerücht, man würde umso weniger Fettpolster haben je mehr Ananas man zu sich nimmt, endgültig aufgeräumt.

Zur ganz krassen Abschreckung müssen dann aber wie immer die Amerikaner herhalten:



À bientôt et grosses bises!

Mittwoch, 24. April 2013

Hallo vom CERN!


Ich werde jetzt sechs Monate lang hier in einem Büro auf dem Gelände arbeiten und wohne in einer kleinen französischen Stadt namens Thoiry.

Um mich ein bisschen um meinen Aufenthalt hier einzustimmen bin ich auf einen netten Blog gestossen, den ich hier mal kurz empfehlen wollte:



Es geht um eine Gemeinschaft von Physikern und deren Anhang, die ihre lustigen Beobachtungen und Erfahrungen rund ums CERN mitteilen und das auch ganz witzig hinkriegen. Mein bisheriger Favorit ist die Beobachtung über die Unterscheidung der Toiletten in Männer- und Frauen- "washrooms". Es scheint da öfter mal Unstimmigkeiten gegeben zu haben...


Ich versuche meine Eindrücke vom Leben am CERN ebenfalls zu sammeln und dann vielleicht in einem Eintrag hier zum Besten zu geben. Wie zum Beispiel die Enttäuschung, wenn man sich den Berg mit dem gelben Turm auf dem frisch-geliehenen CERN-Fahrrad hochgequält hat und dann auf der anderen Seite runtergerast ist (wobei schon auch mal “spontan” ein Vorderreifen platzen kann) und dann feststellt, dass das Tor gerade geschlossen hat. 

Das Tor nach Frankreich, auch entrance E genannt, hat nämlich nur bestimmte Öffnungszeiten, morgens von 7 bis 9.30 Uhr und “abends” von 16.30 bis 19 Uhr. Man kann das natürlich auch positiv sehen insofern als dass man dann halt vor halb zehn in der Arbeit ist und es vermeidet bis nach sieben Uhr zu bleiben. (Am Wochenende ist es übrigens gar nicht geöffnet). 

Wenn man sich nicht an diese Zeiten halten will, bleibt einem nur, eines der anderen gates zu benutzen. Dies aber bedeutet, wenn man denn vor verschlossenem Tor stand, dass man eben jenen Hügel, der dann gern mal zum Mont Blanc-hohen Berg wird in einer spontanten Symmetriebrechung unter Ausdehnung der Raum-Zeit (besonders wenn man ausgehungert um 19.03 Uhr das Büro abgehetzt verlassen hat), wiederum rauf und runter muss, das CERN verlässt und den Hügel dann außerhalb vom CERN wieder hoch und runterfährt um dann auf der richtigen Seite des Tors, der Seite der Freiheit, nach hause fahren kann. Est-ce que vous avez compris tout le chose?

À bientôt et grosses bises, Josie

Dienstag, 16. April 2013

My little Big Bang

So nun ist's offiziell.
Ich habe mich geoutet.
Zukünftig nähere ich mich wieder physikalisch Josie an und beschäftige mich mit LHC-Miniaturausgaben im Krankenhaus.
Räumlich gesehen entferne ich mich dann doch etwas weiter von Josie, verzichte auf die spannenden U6-Fahrten und komme in den Genuss eines nur 1,6 km langen Arbeitswegs. (18,6 km vorher)

Zukünftig gibt's also Geschichten aus dem Leben einer Medizinphysikerin. Also nicht mehr nur Big Bang Theory - sondern eher eine Mischung mit Scrubs :)

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